Das Prinzip "Spielend Schwimmen lernen"

20 Jahre Leidenschaft im Wasser

20 Jahre Leidenschaft im Wasser

Schwimmschule Flipper - Die grösste Schwimmschule Deutschlands

Bereits seit 20 Jahren lernen Kinder und Jugendliche das Schwimmen in der größten Schwimmschule Deutschlands, 2018 feiert die Schwimmschule Flipper daher ihr Jubiläum. Ein Grund, auf die Gründung und Geschichte der Schule zurückzublicken, die mit einer scheinbar beiläufigen Bitte begann.

„Du bist doch so ein guter Schwimmer, kannst du nicht meinen Nichten und Neffen das Schwimmen beibringen?“ So spricht Alexander Gallitz‘ damalige Nachhilfelehrerin Elisabeth ihn im Sommer 1988 an. Zunächst ist der damals schon erfolgreiche Schwimmer etwas überrumpelt – er krault zwar 100 Meter in 50 Sekunden, vom Schwimmen lernen hat er allerdings keine Ahnung. Ohne Internet und lediglich einem Brett als Hilfsmittel beschließt der damals 20 Jährige, einfach auf sein Bauchgefühl zu hören. Und das sagt ihm, dass er eine neue Leidenschaft für sich entdeckt hat: Kindern das Schwimmen beibringen. Da er schon immer gut mit Kindern umgehen konnte, macht ihm die Zusammenarbeit mit diesen von Anfang an großen Spaß.

Gallitz befindet sich 1989 im zweiten Semester seines Sportstudiums in München. Dort führt ihn das Schicksal ein weiteres Mal in die für ihn vorgesehene Richtung, als ihn der Vorstand des Münchner Schwimmvereins anspricht, ob er denn nicht Lust hätte, die Ferienschwimmkurse im Stadtteil Freimann zu übernehmen. Etwas zu voreilig sagt er dieser Anfrage sofort zu, ohne dabei die Größe der Schwimmgruppe, mit welcher er arbeiten sollte, zu wissen. So stehen am ersten Kurstag der Ferienschwimmkurse 15 erwartungsvolle Kinder vor ihm. Trotz dieser anfänglichen Herausforderung schafft es Alexander relativ schnell, die Kinder mithilfe entsprechender Übungen und didaktischen Anleitungen zum Schwimmen zu bringen.

Diese drei Wochen Ferienschwimmkurs in München bezeichnet der Schwimmer zurückblickend als seine „Feuertaufe“. Seine Leidenschaft war geweckt, in den darauffolgenden Jahren hilft er immer wieder bei Schwimmvereinen aus. Dabei fällt ihm jedoch schnell etwas auf, was ihn erheblich stört: die vorgeschriebenen Konzepte für das Schwimmen lernen sind seiner Meinung nach veraltet und müssten daher neu erfunden werden. Spielerischer will er den Kindern das Schwimmen beibringen, jedes einzelne Kind mit seinen individuellen Ängsten, Talenten und Neigungen im Schwimmunterricht ansprechen. Sein Motto ist dabei: „Jedes Kind ist anders“, jedes Kind brauche also eine eigens an die Persönlichkeit angepasste Lernmethode. So entsteht im Frühjahr 1993 das Konzept „Spielend Schwimmen lernen“.

Ab diesem Punkt macht Gallitz jährlich Fortschritte, die ihn immer ein Stück näher an seinen Traum kommen lassen: Im Sommer desselben Jahres gründet er seine erste Schwimmschule „Neptun“ in Nürnberg, an welcher er mit zwei Kollegen Schwimmunterricht erteilt. Die Schwimmschule wächst rasant – bereits im Jahr 1996 ist sie mit elf Standorten eine der größten Schwimmschulen Bayerns.

Doch nicht nur das Schwimmen lernen beschäftigt Alexander zu dieser Zeit. Er erkennt die Vorteile von Aquafitness und absolviert daher als einer der ersten Männer Bayerns den „Aqua Fitness Instruktor“ bei der Firma Dehag und Speedo. 1997 entwickelt er zusätzlich ein Konzept für das Babyschwimmen, da ihm bereits damals klar ist, dass Kinder so früh wie möglich an das Wasser gewöhnt werden müssen.
Im Sommer 1998 verkauft er dann die Schwimmschule Neptun, um seine Vision von einer deutschlandweit agierenden Schwimmschule zu verwirklichen und ein damit verbundenes Franchisesystem zu entwickeln. Die Schwimmschule Flipper ist geboren.

Angefangen hat Alexander mit einem Schwimmbad und acht Schwimmstunden, sehr überschaubare Zahlen also. Diese sollen sich jedoch schnell vergrößern: bereits zwei Jahre später ist Flipper mit circa 23 Standorten in ganz Bayern vertreten.  So zieht die junge und sehr erfolgreiche Schwimmschule die Aufmerksamkeit auf sich: der bekannte Clubanbieter Aldiana macht der Schwimmschule Flipper 2001 das Angebot, in Ferienstandorten wie Fuerteventura, Djerba und Zypern die Schwimmkurse „Spielend Swimmen lernen“ zu unterrichten – so wird Flipper international.

Seither wächst die Schwimmschule weiter, ihr Konzept wird stetig weiterentwickelt und sie darf sich mittlerweile die größte Schwimmschule Deutschlands nennen. Alexander Gallitz kann also auf eine lange und erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken.

Doch aufhören will er noch lange nicht. „Der Bewegungsraum Wasser ist für uns Menschen, egal welchen Alters oder welcher Herkunft, von größter Bedeutung. Ein sicheres Schwimmen, und das ein Leben lang, ist meine Vision. Genau aus diesem Grund habe ich im Jahr 2016 die Stiftung ‚Deutschland Schwimmt‘ ins Leben gerufen.“ Wir sind gespannt, was Flipper noch alles für uns bereit hält.

Menschen mit Behinderung lernen schwimmen

Menschen mit Behinderung lernen schwimmen

Schwimmschule Flipper - Menschen mit Behinderung lernen schwimmen

Workshop im Langwasserbad: Stiftungsgründer Alexander Gallitz aus Ezelsdorf nahm 2 000-Euro-Spende von Sixt entgegen

BURGTHANN/NÜRNBERG
Im Langwasserbad fand der erste Workshop der Burgthanner Stiftung „Deutschland Schwimmt“ statt. Thema war: „Schwimmen lernen für alle – behindert, na und?“. Stiftungsgründer Alexander Gallitz traf auf hochmotivierte Teilnehmer.

Als besonderen Gast hatte sich Frau Angela Maußner aus Neuendettelsau eingefunden, die bayerische Koordinatorin für die Special Olympics. Durch ihre langjährigen Erfahrungen konnte sie viele wertvolle Hinweise für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung an die jungen Schwimmlehrer weitergeben. Nach einer ausgiebigen Vorstellungsrunde wurden Erwartungen, Ziele und mögliche Hindernisse in den Gruppen diskutiert. Nach der Mittagspause ging es dann in die Praxis, die Teilnehmer konnten ihre Fähigkeiten als Schwimmlehrer direkt in die Arbeit mit beeinträchtigten Kindern ausprobieren.

Sinnvoll angelegt

Der Niederlassungsleiter der Sixt Autovermietung Nürnberg und Repräsentant der Regine Sixt Stiftung, Peter Milee, übergab eine Spende in Höhe von 2 000 Euro an Alexander Gallitz. Dabei konnte er sich sogleich davon überzeugen, dass ein Teil dieser Spende sinnvoll verwendet wurde, denn die Kosten des Workshops von der Stiftung „Deutschland schwimmt“ wurden übernommen.

Sinn und Zweck dieses Workshops war es und wird es weiterhin bleiben, möglichst viele motivierte Menschen für die Schwimmausbildung zu gewinnen. Für das Jahr 2019 ist eine 40-stündige Ausbildung in Kooperation mit dem Deutschen Schwimmlehrerverband geplant, bei der intensiv über das Thema „Schwimmen lernen mit Menschen mit Behinderung“ in all seinen Facetten ausgebildet werden soll. Alexander Gallitz plant zwei weitere Workshops und freut sich, wenn weitere interessierte Personen, wie Sportlehrer, Übungsleiter, Erzieher, Therapeuten, Heilerziehungspfleger usw. an den geplanten Workshops teilnehmen. Vor allem aber freut sich die Stiftung über weitere Spender aus der Metropolregion Nürnberg, damit möglichst alle Menschen schwimmen lernen können und zwar sicher und ein Leben lang.

Weitere Informationen kann man unter info@deutschlandschwimmt.com anfordern.