Die Marathonschwimmerin Jaqueline Kempfer

Extremschwimmerin nimmt als Erste Herausforderung an

Schwimmschule Flipper - Beltueberquerung der Marathonschwimmerin Jaqueline Kempfer

In diesem Jahr will erstmals eine Frau die Doppel-Solo-Beltquerung schwimmen

Fehmarn

Jacqueline Kempfer startet als Erste am Sonntag ihren Beltquerungsversuch. Gegen 8 Uhr wird sie von Puttgarden auf ihre lange Schwimmstrecke nach Dänemark gehen. Die Extremschwimmerin erwartet beste klimatische Bedingungen.

Nach Kempfer kommen noch drei weitere Schwimmer auf der Solo-Distanz über rund 21 Kilometer, die sich je Strömung locker auf 25 bis 30 Kilometer verlängern kann. Die Strömung, hiervon gibt es drei, nämlich auf jeder Küstenseite und in der Fahrrinne des Fehmarnbelts, kann sich ohne Vorwarnung gegen den Schwimmer drehen. In diesem Fall muss der Schwimmer länger gegen die Strömung schwimmen und bewegt sich über eine längere Strecke.

Dieses Jahr wird eine deutsche Schwimmerin die Doppel-Solo-Beltquerung schwimmen. Dies hat mit Bruno „Orca“ Dobelmann erst ein Schwimmer geschafft. Dieses Jahr wird es eine Frau versuchen. Die Schwimmerin muss hierbei die Ostsee zweimal durchschwimmen. Sie schwimmt erst von einer Seite zur anderen und kehrt dann nach Erreichen des Strandes wieder auf die Startseite zurück. Der Schwimmer muss somit die doppelte Strecke schwimmen und darf sich, wie alle anderen Beltquerer, nicht irgendwo festhalten oder vielleicht auf einem Boot ausruhen.

Marburgerin durchschwimmt die Ostsee

Die Marburgerin Jacqueline Kempfer hat am vergangenen Sonntag schwimmend die Ostsee durchquert.

Von Puttgarden aus schwamm sie in neun Stunden und neun Minuten über den Fehmarnbelt nach dem in Dänemark gelegenen Ort RØdby und befolgte dabei die internationalen Regeln der Marathonschwimmer, d.h. ohne Neoprenanzug und ohne fremde Hilfe aus eigener Kraft das Meer zu durchqueren, ohne das Begleitboot zu berühren oder selbst berührt zu werden. Sie ist damit erst der 25. Mensch überhaupt, dem diese schwimmerische Ausnahmeleistung gelang.

Die rund 21km lange Schwimmstrecke gilt als ausgesprochen schwierig und unberechenbar. Denn es müssen drei Querströmungen, eine auf jeder Küstenseite und eine in der Fahrrinne des Fehmarnbelts, durchquert werden, die sich jederzeit ohne Vorwarnung für den Schwimmer drehen und in eine Gegenströmung verwandeln können. Dies führt dazu, dass sich die Schwimmstrecke strömungsbedingt schnell auf weitere Kilometer ausweiten kann und das An-Land-Kommen in Dänemark erheblich erschwert wird.
So geschah es auch der Marburger Schwimmerin. Nach dem Start um 07:55 Uhr bei Windstärke 3 aus östlicher Richtung und entsprechendem Wellengang geriet sie sowohl in der Fahrrinne als auch vor der Küste Dänemarks – nach bereits sechseinhalb Stunden im Wasser – in ungewöhnlich schwere Seitströmungen, die ihre Schwimmstrecke auf ca. 25 km erhöhte. Dank intensiver körperlicher und mentaler Vorbereitung und vom Begleitboot aus unterstützt von ihren Trainern Volker Kleinert (Gesundheits-Investment, Stadtallendorf) und Alexander Gallitz (Schwimmschule Flipper, Burgthann) konnte sie erschöpft, aber glücklich um 17.04 Uhr am Sandstrand im Osten RØdbys an Land gehen.

Die 37jährige, die beruflich als Richterin am Landgericht Marburg tätig ist, hat als begeisterte Freiwasserschwimmerin bereits den Bodensee von der Schweiz nach Deutschland durchschwommen und im vergangenen Jahr als erste Frau überhaupt den nordhessischen Edersee der Länge nach durchquert. Sie trainiert regelmäßig im Aquamar. Die Durchquerung des Ärmelkanals soll in den nächsten Jahren folgen.


Quelle:
Gesundheits-Investment
Volker Kleinert
Fahracker 18, 35260 Stadtallendorf
Tel. 01637607229, email: kleinert@gesundheits-investment.de